WM mit Katastrophenquote: Heute spielt der „Tatort“ gegen Deutschland | Unterhaltung

Kaum ein Tag verging in den vergangenen Wochen ohne Aufrufe zum Boykott der WM in Katar. Offensichtlich erfolgreich. Die Zuschauerzahlen der Spiele in ARD und ZDF sind so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

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Nur 9,23 Millionen Zuschauer schalteten Deutschlands erstes Spiel gegen Japan ein. 9,5 Millionen verfolgten im Sommer bereits das Viertelfinale der Europameisterschaft der deutschen Frauen vor dem Fernseher.

Werden die „Tatort“-Quotenkönige Jan Josef Liefers und Axel Prahl mit der Wiederholung ihres Münsteraner Thrillers „Erkläre Chimäre“ heute Abend noch mehr Zuschauer erreichen als das Duell der Deutschen gegen Spanien?

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Herbert Knaup (66) und Sabine Postel (68) überzeugten an diesem Dienstag mit weiteren Zuschauern

Herbert Knaup (66) und Sabine Postel (68) überzeugten an diesem Dienstag mit „Die Kanzlei“ mehr Zuschauer als mit der WM

Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

In anderen WM-Spielen bekamen Thriller, die nebeneinander liefen, mehrfach bessere Bewertungen. Am Freitagabend sahen 4,85 Millionen das erste Spiel zwischen England und den USA. Der Thriller „Die Chefin“ im ZDF lockte 5,99 Millionen Zuschauer an.

Auch der „Flensburger Krimi“ am Donnerstag in der ARD hatte 900.000 Zuschauer mehr als das Spiel zwischen Brasilien und Serbien im ZDF (5,02 Millionen). Und diese Liste ließe sich fortsetzen.

Also interessieren sich die Deutschen jetzt mehr für Krimis als für Fußball? „Die ersten drei Tage der WM im ZDF waren geprägt von der Balance zwischen angemessener Berichterstattung über die ersten Gruppenspiele und der Behandlung kritischer Themen rund um dieses Turnier“, sagt ZDF-WM-Teamchef Christoph Hamm zu BILD am SONNTAG. .

9,23 Millionen verfolgten das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft im Fernsehen.  Heute muss er gegen Spanien gewinnen;  ansonsten ist ihr Ausscheiden aus der WM-Vorrunde so gut wie sicher.

9,23 Millionen verfolgten das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft im Fernsehen. Heute muss er gegen Spanien gewinnen; ansonsten ist ihr Ausscheiden aus der WM-Vorrunde so gut wie sicher.

Foto: Ricardo Mazalan/AP

Allerdings würden die Zugriffszahlen auf das Medienzentrum steigen. Etwas deutlicher wird ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. “Natürlich gibt uns die Entwicklung der Zuschauerzahlen zu denken.” Denken Sie auch an mögliche Gründe.

„Die Tatsache, dass das Turnier erstmals nicht im Sommer, sondern in der Vorweihnachtszeit ausgetragen wurde, die schwierigen Umstände dieser WM inklusive Kritik am Gastgeberland und der FIFA sowie der frühe Spielbeginn .-Zeiten können auch mitverantwortlich sein, zumindest für das deutsche Spiel.“

Am Freitag, 18. Juni 2010, haben trotz Anpfiff um 13.30 Uhr 22 Millionen Zuschauer das WM-Spiel Deutschland gegen Serbien (0:1) verfolgt.

Am Freitag, 18. Juni 2010, haben trotz Anpfiff um 13.30 Uhr 22 Millionen Zuschauer das WM-Spiel Deutschland gegen Serbien (0:1) verfolgt.

Foto: KARIM JAAFAR/AFP über Getty Images

Dem widerspricht jedoch die WM 2010 in Südafrika. Das Vorrundenspiel zwischen Deutschland und Serbien (0:1) startete um 13.30 Uhr vor damals 22,01 Millionen Zuschauern.

Tatort-Kurator Axel Prahl hat eine klare Meinung zur WM. Wenn ihr Thriller heute Abend wiederholt wird, wird der Fußballfan genau das anmachen. „Ich erinnere mich vage an den Killer, aber wir bringen unsere Leistung auch aus der Dose“, sagt er zu BILD am SONNTAG.

„Ich schaue mir solche Turniere sehr gerne an. Aber dieses Mal bin ich nicht dabei. Ich möchte dieser FIFA keinen Gefallen tun. Es tut mir ein bisschen leid für unsere Jungs und ich drücke ihnen irgendwo die Daumen fast das Gefühl, dass sie es nur schnell hinter sich bringen und wieder gehen wollen. Einfach wieder raus.“

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Dieser Artikel stammt von BILD am SONNTAG. Das ePaper der gesamten Ausgabe ist verfügbar hier.

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