WM 2022 – Nationalmannschaft konzentriert sich trotz “One-Love”-Debatte auf Auftakt gegen Japan: Klare Worte von Kimmich

Hansi Flick hatte einen cleveren Plan. Der Bundestrainer hätte die Ankündigung der Fifa akzeptiert, die Verwendung der “One Love”-Kapitänsbinde zu erlauben.

„Die gelben Karten waren in Ordnung, das wäre kein Problem gewesen“, sagte Flick in seiner Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Japan. Flick wäre das Kapitänsamt übergeben worden, um mögliche Sperren von zwei Gelben Karten zu vermeiden.

„Nach Manuel Neuer wäre im nächsten Spiel Joshua Kimmich Kapitän gewesen, dann Thomas Müller“, sagte Flick. Ein starkes Zeichen des Bundestrainers, der vor den unsäglichen Drohungen der FIFA nicht zurückgeschreckt ist.

Letztlich hatten aber weder Flick noch irgendein Spieler der deutschen Nationalmannschaft ein Mitspracherecht bei der Durchführung der geplanten Aktion. „Das war eine gemeinsame Entscheidung der Verbände. Die Verbände haben gesagt, wir wollen die Spieler nicht rausjagen, wir nehmen den Druck raus. Das war eine vernünftige Entscheidung“, sagte Flick.

Hansi Flick greift FIFA an: „Es ist unerklärlich“

Er selbst hätte dem Pomp des Weltverbandes trotzen wollen. „Wenn man sich gemeinsam auf etwas einigt, muss man sich daran halten“, sagte Flick im „ZDF“. Aufgrund der Kurzfristigkeit drohender Sanktionen kann jedoch nicht angemessen darauf reagiert werden.

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Die Entscheidung, sich dem Druck der FIFA zu beugen, habe im Team “große Enttäuschung” ausgelöst. “Es ist schockierend und unerklärlich, dass Sie sich nicht für Menschenrechte einsetzen können”, sagte Flick. Es wäre “ein Zeichen für Menschenrechte und Vielfalt gewesen. Das sind die Werte, die wir vertreten und leben”, sagte Flick.

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Vom Alleingang hält der Bundestrainer nicht viel: „Ich plane keinen individuellen Wechsel. Das bringt nichts, weil es eine gemeinsame Entscheidung der Verbände war.“

Flick hat geduldig über das Hauptthema der ersten Tage dieser WM informiert. Eigentlich hat er einen anderen Job, der nicht so einfach ist. Er muss die deutsche Nationalmannschaft sportlich vorbereiten. Er muss eine Situation schaffen, in der sich die DFB-Elf nach ihrer Blamage bei der WM 2018 nicht wieder blamiert.

Bundestrainer Hansi Flick kritisierte die Entscheidung der Fifa

Bildnachweis: Getty Images

Joshua Kimmich zeigt sich erstaunt über das Ausmaß der “One Love”-Debatte

Flick versucht also, alle Hintergrundgeräusche so weit wie möglich beiseite zu halten. „Ich konzentriere mich auf Fußball, dafür bin ich hier. Joachim Löw hat mir vor ein paar Wochen beim Mittagessen geraten: ‚Halt dich von Themen fern, die nichts mit Fußball zu tun haben.‘ Das versuche ich mir zu Herzen zu nehmen“, sagte Flick.

Innerhalb des Teams herrscht ein starker Wunsch nach Normalität. “Wir müssen uns auf den Sport konzentrieren. Es ist unser erstes WM-Spiel gegen Japan seit viereinhalb Jahren. Wir alle wissen, dass 2018 nichts war. Deshalb ist unsere Motivation groß. Wir freuen uns, dass es endlich vorangeht.” . Mittwoch.” sagte Joshua Kimmich.

Der im zentralen Mittelfeld positionierte FC-Bayern-Spieler findet die Debatte um den „One Love“-Verband wichtig, äußerte aber auch Unverständnis für die Dynamik, die das Thema in Deutschland aufgeworfen hat.

„Als Sie vor ein paar Wochen über den Verband sprachen, sagten Sie, er sei nutzlos. Der Verband sprach aus dem Ruder, und ich dachte, es sei nur eine Alibi-Kampagne. Deshalb bin ich ein wenig überrascht.“ sagte Kimmich.

Joshua Kimmich: Keine Auswirkung auf WM-Vergabe

Die Berichterstattung und Atmosphäre rund um die WM kann der 27-Jährige nicht akzeptieren.

“Es ist die Weltmeisterschaft – der größte Wettbewerb, den es gibt. Für mich ist es ein wahr gewordener Kindheitstraum. Aber man sagt, man kann die Weltmeisterschaft kaum erwarten. Zumindest hat man dieses Gefühl zu Hause. Die Weltmeisterschaft war gegeben vor 12 Jahren nach Katar, ich war damals 15 Jahre alt. Es ist nicht unsere Schuld, dass es hier passiert.” sagte Kimmich.

Klare Worte eines Spielers, der seit viereinhalb Jahren von der Niederlage gegen Russland geplagt wird. Der seit viereinhalb Jahren plant, die Lücke 2018 zu schließen. Man kann Joshua Kimmich nur einen Sieg wünschen.

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