Was Anleger jetzt tun sollten

Die ersten Direktbanken in Deutschland locken wieder mit Zinsen. Aber die Inflation sollte die Anleger in eine ganz andere Richtung lenken, bevor es zu spät ist.

Gelegenheiten des Jahrhunderts sind an der Börse selten. Inflationssorgen, Stagnation und Energiekrise schickten den deutschen Dax und seine Verwandten, die Aktienindizes SDax, MDax und TecDax, im Spätsommer auf den niedrigsten Stand seit Jahren. Eine Reihe von Aktien sind um 50 bis 90 Prozent von ihren vorherigen Höchstständen gefallen.

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Natürlich werden sich nicht alle Aktien in den nächsten Jahren linear erholen, einige bleiben möglicherweise im Keller. Aber aus der Perspektive einer großen Basis bietet 2022 die Chance des Jahrhunderts. Spielen Sie nicht, indem Sie auf die ersten Angebote vermeintlich guter Zinsen hereinfallen.

Vermeiden Sie Abfall und sparen Sie gleichzeitig Geld

Direktbanken werben mit Zinsen von 1 bis 2 Prozent. Sind Sie im Ernst? Derzeit liegt die Inflation bei etwa 10 Prozent. Das heißt: Wer das auf der Zinsseite macht, verliert jetzt bei einer Ersparnis von 50.000 Euro netto 8 % pro Jahr, die Differenz zwischen dem vermeintlich interessanten Zinssatz und der Inflation. 8 % der 50.000 € – 4.000 € – verschwinden. Hält man Bargeld auf dem Konto, werden aus 50.000 nach einem Jahr sogar 45.000 Euro.

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Der Aktienmarkt deutet auf den ersten Blick darauf hin, dass Bargeld auch 2022 noch eine gute Idee ist. Der Dax lag seit Jahresbeginn im September zeitweise bei minus 30 Prozent, da die Aktien deutlich gefallen sind. Kleinere Indizes verloren noch mehr. Aber das spricht für Aktien, nicht gegen sie. Dies spricht gegen die Eröffnung eines Zins- und Sparkontos. Gerade jetzt, gerade in Krisenzeiten. Doch wie geht das am besten und wo geht das am besten?

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Daniel Saurenz von Feingold Research begleitet Sie als Experte durch das Börsengeschehen.
Daniel Saurenz von Feingold Research begleitet Sie als Experte durch das Börsengeschehen. (Quelle: Gold Light Photography)

Aktienprofi

Daniel Saurenz Finanzjournalist, begeisterter Börsenmakler und Gründer von Feingold Research. Er und sein Team verfügen über mehr als 150 Jahre Börsenerfahrung und vereinen Börsenpsychologie, Technische Analyse, Produkt- und Marktexpertise. Bei T-online schreibt er über Investments und die Marktsituation, immer mit Blick auf das Chance-Risiko-Verhältnis für Anleger. Sie erreichen ihn unter www.feingoldresearch.de.

In Deutschland ist es sehr günstig, ein Depot zu bauen

Entscheidende Kriterien für die Wahl des richtigen Brokers sind Ordergebühren und ein breites Angebot. Wer die alten und oft teuren Konditionen von Sparkassen oder Volksbanken noch kennt, kann sie getrost vergessen. Sowohl neue Broker als auch alteingesessene Direktbanken haben ein Vollsortiment zu günstigen Konditionen. Grundsätzlich ist der Aufbau eines eigenen Portfolios aus Aktien, Zertifikaten, ETFs oder Währungen nicht so günstig wie in Deutschland. Man muss nur wissen wie.

Zu den klassischen Wertpapieren, die von Brokern angeboten werden, gehören Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs und Derivate wie Zertifikate und Hebelprodukte. Wie immer ist es wichtig, die Details zu berücksichtigen. Ein paar Beispiele guter Anbieter helfen weiter. Der Kontoeröffnungsprozess kann schnell und einfach per Video oder Post-Ident-Verfahren an jedem Ort durchgeführt werden.

Diese Anbieter sind einen Blick wert

Smartbroker aus Berlin wurde vielfach getestet und für gut befunden. Er ist einer der am stärksten diversifizierten Broker und bietet Zugang zu allen deutschen Börsenplätzen. Darüber hinaus sind 19 ausländische Börsen angebunden und der außerbörsliche Handel ist mit 16 Handelspartnern möglich.

Jede Lagerbestellung kostet pauschal 4 €. Ab einer Ordergröße von 500 Euro dürfen kleine Gebühren von 1 Euro pro Order anfallen, vieles ist aber kostenlos, zum Beispiel bei Derivaten im Direkthandel über Premiumpartner.

Viele Anbieter folgen diesem Modell, darunter Flatex, Consorsbank, Trade Republic und Comdirect, wobei Smartbroker aus Berlin preislich am besten abschneidet. Bei großen Einzahlungsvolumina überzeugt der Broker RoboMarkets mit einem guten Fokus auf US-Aktien und -Währungen.

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