Test zu Signalis – Nintendo Switch – ntower

Im vergangenen Monat hat das Hamburger Entwicklerstudio rose-engine in Zusammenarbeit mit Humble Games und Playism sein neustes Projekt unter Gamern veröffentlicht. Dies ist Signalis, ein philosophisches Sci-Fi-Horror-Abenteuer, das Sie zu einer verlassenen U-Bahn-Station weit weg von der Erde führt, wo schreckliche Dinge passiert sind. Der Titel lässt sich dem Survival-Horror-Genre zuordnen und orientiert sich an den Klassikern Alone in the Dark, Resident Evil und Silent Hill. In den folgenden Zeilen verraten wir Ihnen, ob Signalis mehr ist als nur eine Hommage an die schrecklichen Erfinder des virtuellen Überlebenskampfes.


Dynamischer Schatten ist einer der schönsten Effekte im Spiel

© Humble Games

In Signalis schlüpfen Sie in die Rolle eines sogenannten Elster-Nachbaus. Hierbei handelt es sich um einen Androiden, der zusammen mit einem Menschen außerirdische Himmelskörper erkunden soll, um Ressourcen, Schätze oder Lebensraum für Ihre Nation „The Nation“ zu erschließen. Nach einer plötzlichen Notlandung auf einem eisigen Planeten wachst du im Wrack eines ehemaligen Raumschiffs auf und musst feststellen, dass dein menschlicher Begleiter verschwunden ist. Du beschließt schnell, dein vermisstes Besatzungsmitglied zu retten. Bei einer kurzen Wanderung durch den Schnee stößt man auf ein seltsames Loch im Boden, das sich als Eingang zu einem unterirdischen Forschungskomplex entpuppt. Was zunächst ein zivilisiertes Leben suggeriert, entpuppt sich als Ort unsäglichen Grauens.

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Signalis ist ein typischer Survival-Horror-Titel, wie er erstmals in den 1990er Jahren erschien. Das wird schon in der ersten Spielstunde deutlich, wenn Sie Ihren Charakter durch enge Gänge und Räume führen, Fundstücke in Ihrem begrenzten Inventar platzieren und Rätsel lösen, deren Lösung mal mehr, mal weniger offensichtlich ist. Nachdem Sie sich aus den Trümmern des Raumschiffs befreit haben, werden Sie nach einer kurzen Zwischensequenz zu besagter Forschungseinrichtung transportiert, wo Sie zum ersten Mal auf Gegner treffen, die blutrünstig auf Sie zutaumeln. Aber es gibt auch einen Weg, dies zu tun – Waffen mit stumpfer Gewalt. Allerdings solltet ihr es vermeiden, blind auf das Magazin zu schießen, wenn es mit einem Feind in Kontakt kommt, da Munition in der Spielwelt des Genres typischerweise selten ist.

Das klingt alles nach einem schrecklichen regulären Preis, oder? Glücklicherweise bietet Signalis auch originelle Ideen, die es von der Masse abheben. Während es einfache Rätsel gibt, mit denen Sie eine zerrissene Zugangskarte mit einem Streifen Klebeband verbinden können, enthält Signalis auch einen eigenartigen Kopfstoß, dessen Lösung extreme Wachsamkeit erfordert. Als Nachbau können Sie Radiowellen empfangen, auswerten und abspielen, die oft in Puzzles enthalten sind. Das Spiel wechselt auch gelegentlich in eine Ego-Perspektive, um Orte besser nach möglichen Hinweisen zu durchsuchen.

Zudem erzählt Signalis eine komplexe Geschichte mit unterschiedlichen Enden. Wenn Sie die Handlung vollständig verstehen möchten, wird es wahrscheinlich mehr als ein Durchspielen dauern, um die Situation, in der Sie seit über zehn Stunden stecken, vollständig zu verstehen. Neben klassischen Science-Fiction-Elementen weist Signalis auch Spuren von kosmischem Horror auf, der oft auf Unerklärbarem basiert und nicht selten philosophische Fragen aufwirft.

Aber Signalis trifft auch einige fragwürdige Designentscheidungen. So können Sie bis zum Schluss nur sechs Artikel mitnehmen, was Sie oft vor eine logistische Herausforderung stellt. Die Lagerräume sind zwar immer mit einer Kiste ausgestattet, in der ihr eure Items zwischenlagern könnt, aber eine spätere Erweiterung des Lagers, wie Resident Evil es mit Gürteltaschen gelöst hat, wäre gerade bei der im Parcours zu findenden Waffenvielfalt wünschenswert gewesen . des Abenteuers, aber Sie können maximal zwei mitnehmen, da sonst nicht genug Platz für andere Gegenstände wäre. Dies macht sich besonders bemerkbar, wenn die Anzahl der Gegner in den letzten Stunden des Spiels zugenommen hat. Auch das Fehlen einer Karte in späteren Bereichen nervt manchmal. Wenn Sie Signalis innerhalb weniger Tage durchspielen, kann es nur am Anfang eines neuen Abschnitts ärgerlich sein. Wenn Sie den Titel jedoch einige Tage beiseite legen, kann dies der notwendigen Richtung im weiteren Verlauf schaden.

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Unflexible Tanksteuerungen muss man zumindest nicht befürchten. Da einzelne Korridore und Kammern immer aus derselben Perspektive betrachtet werden, hat Ihr Charakter immer die Kontrolle, wie Sie es erwarten. Ein räumliches Umdenken ist also nicht erforderlich. Und Sie können so oft speichern, wie Sie möchten, ohne einen Gegenstand opfern zu müssen.

Optisch macht Signalis eine gute Figur – auch auf der Nintendo Switch. Der außergewöhnliche Grafikstil kombiniert den Grit der PlayStation 1, detaillierte Pixelkunst und moderne Schatteneffekte zu einer stilvollen Präsentation. Standardmäßig ist die Vielfalt etwas eingeschränkt. Meistens gehst du durch kalte, futuristische Korridore, erkundest beengte Häuser oder kämpfst dich durch fleischige Gefängnisse, die an das dunkle Paralleluniversum von Silent Hill erinnern. Immerhin läuft Signalis sowohl im mobilen als auch im stationären Einsatz der Hybrid-Konsole angenehm flüssig, Kollisionen gab es während des mehrstündigen Testzeitraums nicht. Akustisch überzeugt Signalis mit einem wunderbar düsteren Soundtrack, der gerade mit schalldichten Kopfhörern ebenfalls zur ohnehin gelungenen Atmosphäre beiträgt.

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